Neuestes Update: Jan, 2021

Annika: Mit 50 besser aussehen als mit 25? Der lebende Beweis

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (20 Stimmen, Durchschnitt: 4,45 von 5)
Loading...

Kaum zu glauben, aber wirklich wahr: Diese Fotos hier zeigen nicht etwa eine 25-Jährige, sondern die 50-jährige Annika!

Wie schafft sie das? Die Antwort lautet: regelmäßiges, gutes Krafttraining und ein relativ flexibles Ernährungskonzept.

Annika ist – in eigenen Worten – ein regelrechter Süßigkeiten-Junkie und nimmt es in Sachen Ernährung gerne etwas lockerer. 3-4x im Jahr macht sie eine kurze High Speed-Diät und drückt den KFA damit wieder ein paar Prozentpunkte nach unten. Dadurch hat sie viel Freiheit und bekommt trotzdem immer wieder gute Kontrolle. Das Ergebnis spricht für sich.

Im Folgenden ein kleines Interview.


Annika, erstmal großen Respekt und Gratulation zu deiner Leistung. Es ist wirklich nahezu unfassbar, in welche Form du mit fast 50 Jahren gekommen bist! Du siehst fitter und besser aus als die meisten 25-Jährigen. Wie bekommst du das hin?

„Das verdanke ich nicht zuletzt euch und eurer tollen Arbeit! Ich wollte mich deshalb auch unbedingt ganz persönlich bei euch bedanken.

Ich treibe schon fast mein ganzes Leben lang Sport, wobei ich immer völlig unterschiedliche Sachen gemacht habe. Ausflüge ins Krafttraining gab es dabei immer mal wieder, aber endgültig dabei gelandet bin ich vor mittlerweile rund sieben Jahren, damals noch ausschließlich mit Körpergewicht. Zum Training mit Gewichten kam ich vor etwa 4 Jahren.

Dabei wart ihr mir eine riesige Hilfe und Unterstützung! Danke für all eure Trainingstipps, die Übungserklärungen, eure persönlichen Antworten auf E-Mails und nicht zuletzt: Danke für eure High Speed Diät.“

Hey, bevor du weiter liest. Wir empfehlen unbedingt den 100% kostenlosen E-Mail Fitness Kurs zu belegen (über 30.000 Absolventen). In 10 E-Mail Lektionen bekommst du einen perfekten Einstieg in wissenschaftlich fundierte Welt von Abnehmen, Muskelaufbau & Gesundheit.


Super, dass du unsere Inhalte so gut verwerten konntest! Klingt so, als hätte effizientes Krafttraining einen entscheidenden Anteil an deinem Konzept. Ist das richtig?

„Absolut. Mir hat Krafttraining schon immer Spaß gemacht, aber ich wusste nie so genau, wie ich trainieren sollte. All meine vorherigen Versuche in Fitnessstudios sind jeweils gescheitert: an mangelndem Fortschritt, dem Gefühl, dass mir keiner wirklich sagen kann, was ich wie trainieren soll, und leider auch an mangelhaft qualifizierten Trainern. Zudem wusste ich auch nicht, wie ich mich ernähren sollte.

Seit ich auf eure Seite fitness-experts.de gestoßen bin und mich selbst schlau mache, hat sich das komplett geändert. Ich trainiere mittlerweile konsequent 4-5x in der Woche mit einem Ober-/Unterkörper 2er Split (ganz ähnlich dem Fitladies GYM TWO Trainingsplan) und ich liebe es! Das Training ist endlich effektiv und ich sehe Ergebnisse.“

Haben sich deine Fitness-Ziele im Laufe der Zeit verändert?

„Ja, klar. Ich hatte anfangs sehr ehrgeizige Ziele (“Ach, was würde ich gerne aussehen wie Erin Stern …”) und habe völlig unsinnige Perfektion angestrebt.

Irgendwann habe ich dann erkannt, dass ich mich erstens sowieso nie perfekt finden werde und zweitens nun einmal mit bestimmten Dingen (z.B. Zellulite ;o) leben muß.

Und dass ich vor allem wirklich absolut keine Lust habe, so hart zu trainieren oder so diszipliniert zu essen, wie das notwendig wäre, um diese Utopien zu erreichen – falls mir das überhaupt möglich wäre.

Dadurch sind meine Ziele mittlerweile realistischer geworden, und ich bin zufrieden mit dem, was ich einigermaßen entspannt erreicht habe und noch erreichen werde.“

Du erwähntest die High Speed-Diät. Wie hilft dir dieses Programm beim Erreichen deiner Ziele?

„Eurer High Speed Diät (HSD) verdanke ich vor allem meinen entspannten Umgang mit dem Thema Essen. Ich liebe nämlich Süßigkeiten und bin wirklich ein Zuckerjunkie!

Ich versuche immer wieder, diese Zuckersucht in den Griff zu kriegen, aber ich liebe nun mal Süßes. Und Weihnachten. Und Kekse. Und Stollen. Und Lebkuchen. Und, und, und… Und auch wenn ich das meiste davon zuckerfrei selbst mache, schaufele ich für gewöhnlich in der Vorweihnachtszeit Unmengen von Kalorien in mich hinein. Und bin noch dazu häufig etwas fauler beim Training …”

Und dann legst du über die Winterzeit das eine oder andere Kilo zu?

„Ja. Besonders in der Weihnachtszeit nehme ich so um die 3 kg, in „schlechten“ Jahren 4 kg zu. Und finde es nicht mal schlimm, weil ich weiß, dass ich irgendwann nach Weihnachten wieder einen Rappel kriegen und unter anderem konsequent 2 Wochen eure HSD machen werde (meistens auch einen Monat später nochmal), und dann ist das Fett wieder runter.

Mir ist schon bewusst, dass eure HSD ja eigentlich nicht dafür gedacht ist, dass ich mich ohne schlechtes Gewissen mit Unsinn vollfuttere, aber ich finde es trotzdem toll!“

 Richtig ist was funktioniert 🙂 Die HSD ist ja auch nur ein Werkzeug, das man unterschiedlich einsetzen kann.

Ich bin im Rückblick selbst erstaunt über die Ergebnisse: zwischen 2013 und 2020 habe ich insgesamt dauerhaft und gewollt 6 kg zugenommen – von damals 58 auf jetzt 64 kg. Dabei ging das Gewicht aber während der Aufbauphasen immer wieder bis auf 68 kg hoch.

Ich habe anschließend dann jeweils mit der HSD gegengesteuert und Fett abgebaut, um dann erneut mit Muskelaufbau durchzustarten. Und meine 64 kg heute sind definitiv nicht dieselben wie z.B. in 2016.”

Da hast du sicherlich einige KG Fett gegen Muskulatur getauscht. Und welche Ernährungsform hast du in deinem Alltag für dich gefunden?

„Tja, die Ernährungsform … Darf man eigentlich niemandem erzählen, schon gar nicht jemandem, der Ernährungswissenschaften studiert hat! Aber gut, du hast gefragt:

Ich ernähre mich tatsächlich seit meiner Kindheit hauptsächlich von Kohlenhydraten, normalerweise von Unmengen genau derer, die man eigentlich nicht essen sollte. Also Zucker, Nudeln u.ä.

Außerdem esse ich ebenfalls von Kindheit an so gut wie überhaupt kein Fleisch, Geflügel oder Fisch. Mittlerweile esse ich alle Jubeljahre eventuell mal etwas Hackfleisch. Aber das ist wirklich die absolute Ausnahme.

Die Versorgung mit Protein ist also tatsächlich ein Problem – zumal ich mit dem Krafttraining gezielt zunehmen will, am liebsten natürlich Muskelmasse.

Grundsätzlich achte ich deshalb mittlerweile hauptsächlich darauf, möglichst 2 g Protein pro kg Körpergewicht zu mir zu nehmen sowie mindestens 2 Liter Wasser zu trinken (zusätzlich zu allem anderen wie z. B. Kaffee).

An typischen Wochentagen trinke ich morgens ein Soja-Proteinshake mit 30 g Protein und trainiere anschließend. Mittags esse ich Eiweißbrot mit Hartkäse, Mandeln und Apfel und nachmittags gibt es dann 250 g laktosefreien Magerquark mit Beeren und etwas Süßstoff.

Abends sehe ich zu, dass ich irgendein Abendbrot esse, was mich mit dem noch fehlenden Rest Protein versorgt, meist sind das Sojaprodukte oder Käse. Notfalls tut es auch ein Proteinriegel.

Ab dem Abendbrot futtere ich dann eigentlich so ungefähr bis eine Stunde vor dem Schlafengehen Studentenfutter, getrocknete Ananas, Schokolade mit Kokosblütenzucker und sowas in mich hinein.

Am Wochenende lasse ich es meistens schleifen und esse, worauf ich gerade Lust habe. Allerdings versuche ich auch da, den Zucker möglichst zu vermeiden und nicht zu extrem in den Kalorienüberschuss zu rutschen.

Das Ganze läuft recht konsequent über ungefähr 1,5 bis 2 Monate, in denen ich – wenn überhaupt – nur moderat zunehme.

Und dann schlägt die Zuckersucht wieder zu, und diese Phase nutze ich möglichst gleich mit zum Muskelaufbau. Deshalb achte ich dann zwar immer noch darauf, meine 2 g Protein pro kg Körpergewicht zu essen, aber ansonsten ernähre ich mich hauptsächlich von Mist. 

Dieser Bauch mit 50 Jahren hat nichts mit Selbstkasteiung und Verzicht auf jegliche Freude zu tun – sondern ist das Ergebnis eines funktionierenden Ernährungsansatzes und gutem Krafttraining.

Es kann auch vorkommen, dass ich mal den ganzen Tag bis abends überhaupt nichts esse und dann den ganzen Abend ungesunden Süßkram, Käsestullen und Ähnliches.

Das geht dann so lange, bis es mich zum einen nervt und ich zum anderen insgesamt um die 2 kg zugenommen habe. Dann mache ich meistens 1 Woche HSD und bin wieder auf Spur.

Innerhalb eines Jahres mache ich eure HSD also so ungefähr 4x für 1 Woche, nach Weihnachten meistens für 2 Wochen.

Zusammengefasst würde ich sagen: Ich bin ein Quartalszuckerjunkie und die HSD ist mein jeweiliger Entzug 😉 Und ja, ich weiß, gesund ist anders … Aber wie gesagt: Für mich funktioniert es und ich bin damit sehr zufrieden.

Also nochmal: Vielen Dank dafür!!! Und für alles andere!! Macht weiter so!”

Ganz herzlichen Dank für die Einblicke, Annika.


Weiterführende Artikel und Links

Willst du ebenfalls einen Erfahrungsbericht veröffentlichen, um andere zu motivieren und mögliche Veränderungen zu zeigen? Schreib uns gerne eine Mail an info[ät]fitladies.de.


Hat dir der Artikel gefallen?

Empfehlenswerte Bücher für deine Traumfigur
High Speed Diät (HSD) So schnell wie möglich Fett verlieren. Als Kickstart und für schnelle Ergebnisse. Wissenschaftlich fundiert, Anti-Jojoeffekt, kein Muskelverlust. 2x Krafttraining pro Woche. Inkl. 3 Trainingspläne. Kein Cardio. Inklusive Refeeds und kontrolliertem Diätende.
BURN-Diät Langsam aber hocheffizient abnehmen. 1x, 2x, 3x, 4x oder 5x Training pro Woche pro Woche. Cardio optional. Regelmäßige Refeeds. Timing-Templates für jede Situation.

Komm in unsere Fitladies Facebook Gruppe (exklusiv für Frauen).

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
6 Comments
Newest
Oldest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
Aileen K.
Aileen K.
6 Monate zuvor

Das macht Mut Annika. Hattest du denn immer schon eine gute Genetik? Und wie würdest du heute beginnen, wenn du nochmal neu starten würdest?

LG Aileen

Annika
Annika
5 Monate zuvor
Reply to  Aileen K.

Liebe Aileen, ich bin mir nicht so ganz sicher, ob ich deine Frage bezüglich der Genetik richtig verstanden habe, aber ich denke mal du beziehst dich auf mein Gewicht und Kfa. Ich war immer sehr schlank mit einem sehr niedrigen Kfa, als Kind sogar ausgesprochen dünn. Dann gab es mal eine sehr kurze „pummelige“ Phase als Teenie, aber die war wirklich sehr kurz. Mein Problem war nie das Ab-, sondern das Zunehmen. Trotz des ganzen Trainings konnte ich immer nur schwer Muskeln aufbauen. Anders machen würde ich mittlerweile erstens: noch deutlich mehr auf die FORM bei der Übungsausführung als auf… Weiterlesen »

Jule
Jule
6 Monate zuvor

Das motiviert mich, dass ich 1. mit 50 nicht zwangsläufig dicker werden muss, wenn ich nicht konsequent super ernähre & trainiere und 2. dass das auch noch mit Zucker geht (ich liebe Zucker)

Lea
Lea
6 Monate zuvor

Wow!! Der absolute Hammer. Bin zwar erst Anfang 30. Aber wenn ich mit 50 noch so aussehen würde … *sigh* Auf jeden Fall sehr motivierend zu sehen, dass man nicht dauernd streng sein muss.

Liebe Grüße
Lea

Annette Schmiedel
Annette Schmiedel
6 Monate zuvor
Reply to  Lea

Wow ! Das liest sich erstmal supertoll und Deine Fotos sehen richtig gut aus ! Du musst ein irre gutes straffes Bindegewebe haben ! Das haben leider nur wenige Frauen… mit 50 einfach mal so zu- und wieder abnehmen… „Mist zu essen “ usw. und dabei so auszusehen… Lg Annette

Annika
Annika
6 Monate zuvor

Ganz ehrlichen Dank für die lieben Feedbacks! Das geht runter wie Honig!
Zur Beruhigung: mein Bindegewebe ist weder besonders gut noch besonders schlecht und ich habe genauso wie die meisten Frauen auch Zellulite. Besonders an den typischen Stellen wie Po (den man auf den Fotos ja zugegebenermaßen nicht sieht) und den Oberschenkeln. In den „Futterphasen“ wird es schlimmer und wenn ich wieder abnehme eben wieder besser.
Ich habe es zähneknirschend gelernt zu akzeptieren… ;o)